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Professioneller- / Business-Blogger - der Unterschied
23.04.05 | filed in Business-Blogging, Professional-Blogging
Drauf gebracht hat mich der Problogger Nummer Eins, Darren Rowse. Darren ist ein Mehrfachblogger (momentan 20 Blogs) und generiert ein sechsstelliges Einkommen mit Blogs.
Sein Interesse liegt darin, sich über Themen zu unterhalten, die sich mit Bloggen beschäftigen; mit dem Ziel, durch Bloggen Geld zu verdienen. Seit es durch Schreiben der Blogs (im eigenen oder fremden Auftrag), Consulting, Coaching, Artikel schreiben oder Ezines, Seminare und sonstige Auftritte.
Demgegenüber sind Business Blogs Werkzeuge, um damit Geld zu verdienen oder Kosten zu sparen - einfachere Kommunikation mit Kunden, Selbstdarstellung, usw. Wenn die Kunden-Zielgruppe kein Interesse daran hat, ein solches Business Blog zu lesen, sollten die Kosten hierfür lieber in andere, wirksamere Marketingmaßnahmen investiert werden.
Und während man auf einem Business Blog sehr schnell aufhören sollte, über Blogs und Blogging zu reden, gibt es auf dem Blog eines professionellen Bloggers vor allem um eines: In Blogs und um Blogs, und um Blogs herum. ;o)
Man könnte es auch so formulieren: Ein Problogger erschafft oder hilft bei Business Blogs. Funktionieren die Blogs nicht so wie gewünscht, unterstützt der Problogger.
Hm. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Blogwörter in einem Artikel geschrieben und wißt Ihr was: Ich mag das. ;)
comments (2):
dann ist also nach deiner definition jemand, der zwar durchaus sehr regelmässig und in hoher qualität bloggt, damit aber weder direkt noch indirekt geld verient, niemals ein professioneller blogger?
das würde mich doch recht stark an die elitäre einstellung der journalisten erinnern: nur wer für geld schreibt, kann journalist sein.
Wir bewegen uns mit großen Schritten auf eine Wissensgesellschaft zu, und benötigen dafür auch neue Modelle der Vergütung – denn der Blogger aus Leidenschaft und Idealismus braucht irgendwann Geld, um dieser Leidenschaft zu frönen.
Und es erfreut mich, daß das Netz Möglichkeiten bietet, dieser Leidenschaft zu frönen, dabei Geld zu verdienen und dabei den Leser nicht zu nerven. Keine riesigen Summen, aber Möglichkeiten, um sowas wie Hostingkosten etc hineinzubekommen.
In dem Moment, wo Du mehr machst, als einfach nur ein wenig bloggen (bewußt verniedlicht), auch nur Deine Backlinks ansiehst und daran arbeitest, Dein Blog voranzubringen, bist Du kein einfacher Blogger mehr.
Jedoch glaube ich nicht, daß man mit einem hochqualitativem Blog nichts verdient – verdienen kann auch Aufmerksamkeit und Respekt sein, oder ein Jobangebot aufgrund der hohen gezeigten Qualität.
Professionell oder nicht, macht sich nicht an erster Stelle an Geld fest. Wenn ich mit Kunden arbeite, können dies zahlende Kunden sein, oder Freunde, die mir meine angebotene professionelle Arbeit anders vergüten als mit reinen Euros oder Dollars.
Aber hier ziehe ich wahrscheinlich den Strich: Professionelles Arbeiten erfordert auch Bezahlung. Qualität der Beiträge ist nur ein Teil des Ganzen; und jemand der einfach so vor sich hinblogt – regelmäßig, mit hoher Qualität – ist kein professioneller Blogger. Er ist aber ein professioneller Beitragsproduzent.

